Aktivitäten im Schuljahr 22/23

Unsere M8 engagierte sich gegen Antisemitismus und holte den

Jenö-Konrad-Cup

 

Wir freuen uns und sind sehr stolz darauf, dass wir, die Klasse M8 im Schuljahr 2021/22, mit unserem Projekt gegen Antisemitismus den Jenö-Konrad-Cup von Nürnberg nach Wemding geholt haben.  

Aber von Anfang an…

Jenö Konrad war ein jüdischer Fußballspieler, der von 1930 bis 1932 den 1. FC Nürnberg trainierte. Als die nationalsozialistische Zeitung „Der Stürmer“ eine Hetzkampagne gegen den jüdischen Trainer führte, verließ Jenö Konrad Nürnberg und wanderte 1940 in die USA aus.

Mit dem Jenö Konrad-Cup, der auch den Slogan „Fußball trifft Geschichte“ trägt, wollen der TSV Maccabi Nürnberg und der 1. FC Nürnberg Schüler:innen gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Sport sensibilisieren sowie Begegnungen Jugendlicher aller Religionen mithilfe des Sports ermöglichen.

Unter der Leitung von Frau Sonkur, unterstützt von Frau Venzke und Herrn Polanec, beschlossen wir an dem Projekt teilzunehmen. Zunächst bekamen wir an der Schule Besuch vom 1. FCN. Der Historiker Bernd Siegler hielt einen Vortrag zum Leben und Wirken von Jenö Konrad und Hannes Orth informierte uns über den Cup. Ein paar Wochen später durften wir an einer Videokonferenz mit einer jüdischen Studentin vom TSV Maccabi teilnehmen und sie über ihre Religion und ihr Leben befragen. 

Für unser eigenes Projekt zum Thema Antisemitismus suchten wir in unserem Heimatraum nach ähnlichen Schicksalen wie dem von Jenö Konrad. Wir teilten uns in Gruppen auf und beschäftigten uns jeweils mit der Lebensgeschichte einer jüdischen Person aus Schwaben. Material fanden wir in Büchern, im Internet und auch die Stadtarchive halfen uns weiter. Dadurch erfuhren wir viel Interessantes, Bewegendes, oft auch Erschreckendes. Zum Beispiel über den jüdischen Anwalt Julius Prochownik aus Donauwörth, der zuvor beliebt war und dann ausgegrenzt und schikaniert wurde. Oder über Marianne Einstein aus Augsburg, die nach Palästina floh. 

Die Ergebnisse unserer Recherchen verarbeiteten wir in Infoblättern, einer Keynote-Präsentation oder einem Video. Um möglichst viele Menschen auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen, entschieden wir uns Plakate mit QR-Codes, die zu den ausführlicheren Informationen führen, zu erstellen und diese auf Bauzaunbanner drucken zu lassen. Mithilfe der Stadt Wemding und dem Förderverein unserer Schule konnten wir diese Idee verwirklichen. Und so hängten wir Anfang Juli unsere Banner an verschiedenen Stellen in der Stadt auf. 

Ein paar Wochen später gab die Jury des Jenö Konrad-Cups ihre Entscheidung bekannt: Unsere Schule gewann den Wettbewerb! Als Begründung sagte ein Jurymitglied: „Die Leonhart-Fuchs-Mittelschule hat sich durch eine sehr intensive Recherchearbeit besonders ausgezeichnet. Damit haben sie einen starken Beitrag zur Sichtbarmachung jüdischer Geschichte in der Region geleistet. Sie haben in kreativer Art und Weise Erinnerungskultur ein Stück weit neu gedacht, was mich sehr beeindruckt.“

Unser Projekt ist damit aber noch keineswegs abgeschlossen, denn die Plakate werden in den nächsten Monaten in weiteren Städten zu sehen sein, z.B. in Oettingen und Harburg. Und auch der 1. FC Nürnberg hat Interesse bekundet, sie in der Nähe des Stadions auszustellen.

 

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